55 Jahre
Elisabeth-Zillken-Haus
Schutz geben. Perspektiven eröffnen. Zukunft ermöglichen.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist das Elisabeth-Zillken-Haus ein Ort des Schutzes, der Orientierung und des Neuanfangs für Mädchen, Frauen und ihre Kinder. Als Einrichtung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) e.V. steht es in der Tradition eines Frauenfachverbandes, der sich seit jeher für Menschen in schwierigen Lebenssituationen einsetzt und Frauen dabei unterstützt, neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln.
Benannt ist das Haus nach Elisabeth Zillken (1888–1980), einer prägenden Persönlichkeit der katholischen Frauen- und Sozialarbeit. Ihr Verständnis von Hilfe – Menschen zu stärken, statt sie lediglich zu versorgen – prägt die Arbeit des Hauses bis heute.
Eine Chronik
Die Anfänge – Schutz und Orientierung
Mit der Gründung im Jahr 1971 reagierte der Sozialdienst katholischer Frauen Saarland auf den Bedarf nach Schutz- und Unterstützungsangeboten für Frauen und Kinder in schwierigen Lebenslagen. Das Elisabeth-Zillken-Haus bot Sicherheit, Stabilisierung und Orientierung in einer Zeit, in der entsprechende Hilfen noch deutlich weniger ausgebaut waren als heute.
Die 1980er- und 1990er-Jahre – Professionalisierung der Hilfen
Mit den gesellschaftlichen Veränderungen wuchsen auch die Anforderungen an die soziale Arbeit. Themen wie Gewalt, Armut, Wohnungslosigkeit und psychische Belastungen rückten stärker in den Fokus. Die Hilfen wurden fachlich weiterentwickelt, individueller ausgerichtet und zunehmend vernetzt. Aus dem ursprünglichen Schutzhaus entstand Schritt für Schritt eine moderne sozialpädagogische Einrichtung.
Die 2000er- und 2010er-Jahre – Differenzierung und Vernetzung
Die Lebenslagen der Frauen und Kinder wurden komplexer, gleichzeitig erweiterten sich die sozialrechtlichen Möglichkeiten der Unterstützung. Das Elisabeth-Zillken-Haus baute seine Angebote aus und entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der sozialen Hilfelandschaft im Saarland. Im Mittelpunkt standen dabei immer passgenaue Hilfen, Teilhabe und die Förderung selbstbestimmter Lebensführung.
Die 2020er-Jahre – Zukunft gestalten
Die Corona-Pandemie stellte auch das Elisabeth-Zillken-Haus vor große Herausforderungen. Gleichzeitig wurde die Einrichtung umfassend modernisiert und barrierefrei umgebaut – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Teilhabe und Zugänglichkeit.
Mit dem Tagestreff für Frauen (TafF) und der Notschlafstelle ELLEFriede entstanden 2025 zudem neue Angebote für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen. Damit reagierte der SkF Saarland auf eine gesellschaftliche Entwicklung, die zunehmend sichtbar geworden ist: die besondere Vulnerabilität von Frauen in Wohnungsnot.
Das Elisabeth-Zillken-Haus heute
Heute vereint das Elisabeth-Zillken-Haus unterschiedliche Hilfen unter einem Dach:
- Stationäre Hilfen für Frauen und deren Kinder in Notsituationen
- Wohnungslosenhilfe für Frauen
- Eingliederungshilfe für Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen
- Jugendhilfeangebote für Mädchen
- TafF – Tagestreff für Frauen
- ELLEFriede – Notschlafstelle für Frauen
- Ambulante Unterstützungs- und Betreuungsangebote
55 Jahre Entwicklung mit Haltung
Die Geschichte des Elisabeth-Zillken-Hauses ist geprägt von Veränderung und Kontinuität zugleich. Gesellschaftliche Herausforderungen haben sich gewandelt, die Lebenslagen der Menschen ebenso. Geblieben ist der Auftrag, Frauen, Mädchen und Kindern Schutz, Unterstützung und neue Perspektiven zu eröffnen.
Sicherheit geben. Zuversicht schenken. Stärken entdecken.
Seit 55 Jahren. Und auch in Zukunft.
Jubiläumsveransteltung
02.09.2026 im Saarrondo Saarbrücken
Programm
9:00 Uhr
Ankommen
9:30 Uhr
Begrüßung
SkF-Ratsvorsitzende Gaby Schäfer
Vorständin Andrea Wolter
Grußworte
Petra Spoo-Ludwig, Abteilungsleiterin C Jugend Senioren, Familien und Frauen (Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit)
Dr. Carolin Lehberger, Regionalverbandsdirektorin
Uwe Conrad, Oberbürgermeister Landeshauptstadt
10:00 Uhr
Fachvortrag
Regina Bies, Sozialwissenschaftler, Aktivistin, Gründerin der Initiative #ichbinjededrittefrau zur Unterstützung gewaltbetroffener Frauen*, Sprecherin des Betroffenenrates Traumanetz Berlin, SIGNAL e.V.
Dauer ca. 90 Minuten
11:30 Uhr
Beitrag der Mitarbeitenden
Wandel der fachlichen Arbeit
Beitrag der Mitarbeitenden zur Entwicklung, Veränderung und Herausforderung
Im Anschluss
Sektempfang mit Fingerfood

